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16. BayOG 2009

Quadruple-Chirurgie Technik für die Behandlung der angeborenen Aniridie mit Katarakt und Hornhauttrübung
A.Dashevsky1, K.Kotliar2
1Augenarztpraxis, Augenzentrum Altstadt München

2Augenklinik, Klinikum rechts der Isar München

Hintergrund: Eine angeborene Aniridia wird oft durch Kataraktbildung sowie einer im zunehmenden Alter auftretenden Hornhauttrübung begleitet. In diesem Fall bietet sich ein simultaner rekonstruktiver chirurgischer Eingriff im vorderen Augensegment an, der die visuelle Funktion und somit die Lebensqualität des leidenden Patienten erheblich verbessern kann.

Methoden: Bei einem 61-jährigen Patienten (Visus: HBW/HBW, IOD: 12/14 mmHg (OD/OS)) wurde eine angeborene Aniridie mit Photophobie, Amblyopie, partieller Augenlidlähmung, Hornhauttrübung mit einer Neurovaskularisation und Cataracta brunescens an beiden Augen diagnostiziert. Das linke Auge des Patienten wurde einer simultanen rekonstruktiven Quadruple-Chirurgie unterzogen. Die Operation bestand konsekutiv aus einer perforierenden Keratoplastik (Durchmesser von 9 mm), einer extrakapsularen Katarakt-Entfernung, einer intrakapsularen Implantation zweier Aniridie-Ringe (50E, Fa. Morcher), die ein künstliches Iris-Diaphragma gebildet haben, sowie einer intrakapsularen IOL-Implantation (AR40E, Fa. AMO).

Ergebnisse: Frühe und späte postoperative Perioden wiesen keine Komplikationen auf. Fünf Monaten nach der Operation betrug der Fernvisus 0,05 und der Nahvisus 0,1 ohne Korrektur (Snellen – Tafel). Die Photophobie ließ nach. Zusätzlich reduzierte sich die Ptosis im Vergleich zum dem rechten, noch nicht operierten Auge.

Der Patient ist mit den Ergebnissen der Operation sehr zufrieden. Eine ähnliche Operation am zweiten Auge ist 12 Monaten nach dem ersten Eingriff geplant. Die durchgeführte Chirurgie erlaubt, eine zusätzliche sulkus- und sklerale Fixation der IOL und des Iris-Diaphragmas zu vermeiden. Dadurch können sowohl das Risiko intraoperativer Komplikationen als auch chirurgische Traumata an sich reduziert werden.

Schlussfolgerung: Der dargestellte Fall bestätigt die Möglichkeit einer erfolgreichen Rehabilitation bei Patienten mit angeborener Aniridie mit Linsen- und Hornhauttrübung. Unter der Voraussetzung, dass die Zonulafasern intakt sind, kann eine Quadruple-Chirurgie bei solchen Patienten empfohlen werden.



Рубрика: Наука и исследования © Глазной центр др. мед. Алексея Дашевского




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